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Strategiespiel für iOS: Civilization Revolution 2: Weltgeschichte für die Hosentasche

Strategiespiel für iOS

Von Olaf Bleich, Benedikt Plass-Fleßenkämper, 07.07.2014, 11:11 Uhr

Liebling, du hast ?Civilization? geschrumpft! Firaxis und 2K Games bringen den zweiten Teil ihres erfolgreichen Mobile-Ablegers auf iOS-Geräte ? und liefern ein ambitioniertes, aber auch kantiges Rundenstrategiespiel ab.

Civilization Revolution 2 © 2K Games

Ob Gandhi oder Lincoln, in ?Civilization Revolution 2? ziehen Sie mit historischen Anführern in neue Zeitalter.

?Civilization? ist ein wahrer Klassiker. Das bereits 1991 unter der Leitung von Entwicklerlegende Sid Meier produzierte Strategiespiel gehört zu den erfolgreichsten Spieleserien der Geschichte. Das 2008 veröffentlichte ?Civilization Revolution? verfrachtete dessen Kernideen auf mobile Endgeräte und erfreute sich ? trotz eher durchschnittlicher Kritikerbewertungen ? großer Beliebtheit. Satte fünf Jahre ließen sich 2K Games und Firaxis Games Zeit, ehe sie den Nachfolger ?Civilization Revolution 2? in den Apple Store brachten. Technisch im Vergleich zum Vorgänger deutlich aufgehübscht, ist bei dem Rundentaktiker jedoch nicht alles Gold, was glänzt.

Gandhi oder Lincoln?


Nach dem viel zu kurzen Tutorial starten Sie in ?Civilization Revolution 2? auf Zufallskarten, kreieren eigene Missionen oder versuchen sich in ?Live Events?. Dabei handelt es sich um historische Szenarien: Sie befreien beispielsweise die Amerikaner von der Besatzung durch die Engländer. Zu Beginn eines jeden Spiels wählen Sie einen von 18 populären Anführern. Persönlichkeiten wie Mahatma Gandhi, Abraham Lincoln, John F. Kennedy oder Otto von Bismarck erhalten in ihren Epochen Eigenschaftsboni. So verbindet ?Civilization Revolution 2? reale Geschichte mit dem Echtzeitstrategiespiel. Eine schöne Idee!

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5 Bilder

Aufbauen, forschen, erkunden


Jedes neue Spiel beginnt auf einer unbekannten Karte. Sie bauen zunächst Ihre Hauptstadt mit einigen Siedlern und erkunden mit Militäreinheiten den Rest der Umgebung. Im Gegensatz zum großen PC- und Macintosh-Bruder ?Civilization 5? sind die Areale ausgesprochen klein, sodass Sie neben marodierenden Barbaren schnell auf Ihre vier Mitkonkurrenten um die Weltherrschaft stoßen. Das Diplomatiesystem ist simpel, aber zweckmäßig. Bündnisse können Sie mit Gold oder Technologien erkaufen. Erwarten Sie jedoch keine aktive Hilfe ? die Computer-Mitstreiter sind Eigenbrötler und halten sich gern aus Konflikten raus.

In der Anfangsphase fühlt sich ?Civilization Revolution 2? noch wie ein typisches Sid-Meier-Spiel an. Mit jedem Zug schreiten die Jahrhunderte voran. Über das einfache Forschungsmenü setzt sich das Volk mit neuen Technologien auseinander. Universitäten und Tempel sorgen dafür, dass die Menschen gebildet sind und nicht gegen Sie revoltieren. Die Navigation durch die Menüs ist nahezu selbsterklärend und dank kleiner Grafiken hübsch anzusehen.

Militär schlägt Kultur


Mit fortlaufender Spielzeit wird das mobile Strategiespiel allerdings immer unübersichtlicher. So verdecken Infotafeln von Städten und inaktiven Einheiten Ihre Truppen. Stehen gar mehrere Einheiten auf demselben Feld, müssen Sie sich erst mühsam durchklicken. Vor allem, wenn Sie Soldaten und Siedler mit Galeeren, Kreuzern oder Kriegsschiffen transportieren, spielt sich ?Civilization Revolution 2? ziemlich mühsam.

Civilization Revolution 2 © 2K Games

Ob mit Gewehr oder Bajonett bewaffnet, auf großen Kriegsschiffen oder mit Stahlkappenflugzeugen in luftiger Höhe unterwegs ? der Kriegsführung sind kaum Grenzen gesetzt.

Aufgrund der kleinen Karten geraten Sie sehr schnell mit anderen Parteien aneinander. Dadurch rücken das Militär und die gezielte Forschung nach Panzern und schweren Waffen schneller in den Vordergrund. Gemütliches Aufbauen ist kaum möglich. Auch sogenannte Kultursiege durch das Erforschen der Vereinten Nationen, das Freischalten großer Persönlichkeiten oder den Bau vieler Weltwunder spielen nur eine untergeordnete Rolle. Immerhin motivierend: Militäreinheiten gewinnen an Erfahrung und erhalten nach erfolgreichen Schlachten Bonuseigenschaften.

+

  • Aufgehübschte Technik
  • Anführer haben Einfluss auf die Taktik
  • Nette Forschungsbäume

?

  • Unpräzise Touch-Grafik
  • Sehr kleine Karten
  • Starker Fokus auf Militär

Fazit: Civilization Revolution 2


Ambitioniert, aber eben nur das kleine ?Civilization?! In der Anfangsphase ähnelt die iOS-Umsetzung mit dem auf Aufbau- und Forschungselementen liegenden Fokus stark dem Vorbild. Doch mit fortlaufender Spielzeit stören die unübersichtliche Minikarte, die pfriemelige Touch-Steuerung und die zu starken Militäreinheiten das ?Civilization?-Spielgefühl. Für echte Fans immer noch den Download wert ? bei dem happigen Preis von 13,99 Euro sollte man sich der Schwächen der iOS-Portierung aber bewusst sein.

Erscheinungstermin ?Civilization Revolution 2?: 2. Juli 2014 für iOS; Android-Version folgt.

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Gefälschte Grafikkarten im Umlauf

Die Grafikkarte Geforce GTX660 4096MB Nvidia Bulk ist eine Fälschung.

Die Grafikkarte Geforce GTX660 4096MB Nvidia Bulk ist eine Fälschung.

Aktuell werden Nvidia Grafikkarten verkauft, welche nicht dem Modell entsprechen, das angeboten wird. Offenbar versuchen einige Betrüger ältere Modelle als neue zu verkaufen.

Vorsicht beim Kauf einer neuen Grafikkarte von Hersteller Nvidia. Wer seinen PC aufrüsten und sich eine Geforce-Grafikkarte Modell “GTX660 4096MB Nvidia Bulk” kaufen möchte, der könnte einer Bande von Betrügern zum Opfer fallen, welche aktuell unter dieser Modellbezeichnung ganze andere Hardware verkaufen.

Augen auf beim Grafikkarten-Kauf

Das IT-Magazin c’t ging diesen Gerüchten nach und kaufte sich eine Grafikkarte Nvidia “GTX660 4096MB Nvidia Bulk” für 163,80 Euro. Bei Tests stellte sich allerdings heraus, dass es sich gar nicht um dieses Modell handelte. Viel mehr war es eine OEM-Version der GeForce GT 440, welche aus dem Jahr 2010 stammt und deutlich langsamer als eine Geforce GTX660 ist. Das VGA-BIOS der Karte wurde verändert, um die falsche Bezeichnung anzugeben, sodass Käufer dachten, sie hätten sich wirklich das neuere Modell gekauft.

c’t reklamierte dies natürlich sofort beim Händler, der die Grafikkarten aus dem Sortiment nahm und angab, diese über den Großhändler Kosatec aus Braunschweig zu bezogen haben, der noch andere Händler beliefert. Doch Kosatec will angeblich auch nichts von der Manipulation gewusst haben und verwies nur auf den Hersteller der Karte. Doch Point of View erklärte auf Nachfrage, dass man überhaupt keine Kenntnis von einem solchen Produkt habe. Daraufhin wurde bei Nvidia direkt nachgefragt, welche aber auch keine nähere Auskunft erteilten und nur angaben, dass der Chip über die GPU-Seriennummer identifizierbar wäre. Da es sich um eine sogenannte Bulk-Version handelt, ist auch keine offizielle Verpackung enthalten, an der man eventuell das Modell hätte erkennen können. Eine sehr dubiose Angelegenheit.

Wer eine solche Grafikkarte Modell “GTX660 4096MB Nvidia Bulk” von Nvidia besitzt, der sollte diese genau überprüfen und gegebenenfalls beim Händler reklamieren. /ab

Bild-Quellen: Heise

News Redaktion am Donnerstag, 28.08.2014 08:57 Uhr

Tags: betrug nvidia grafikkarte

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